„Uneingeschränkte Unterstützung“ für das Hafenprojekt im Wittlager Land


Wittlager Kreisblatt am 6. Dezember

Der Hafenstandort Bohmte-Leckermühle hat Zukunft. Darin waren sich die vier Bürgermeister, Kreisrat Wilkens und Bundestagsabgeordneter Schirmbeck (rechts) einig. Fotos: Oliver Krato

Bildunterschrift: Der Hafenstandort Bohmte-Leckermühle hat Zukunft. Darin waren sich die vier Bürgermeister, Kreisrat Wilkens und Bundestagsabgeordneter Schirmbeck (rechts) einig. Fotos: Oliver Krato

Dienstag, 6. Dezember 2011: Leckermühle. Ausgezeichnete Entwicklungsperspektiven sehen der Landkreis Osnabrück und die Gemeinden Bohmte, Bad Essen, Ostercappeln und Belm für den Hafenstandort Leckermühle.



Bei einem Ortstermin im Wittlager Land mit Gesprächsrunde im Ostercappelner Gasthaus Wortmann betonten Kreisrat Dr. Winfried Wilkens, Bundestagsabgeordneter Georg Schirmbeck und die Bürgermeister Klaus Goedejohann (Bohmte), Günter Harmeyer (Bad Essen), Rainer Ellermann (Ostercappeln) und Bernhard Wellmann (Belm), dass die Entwicklung des Hafenstandortes Bohmte-Leckermühle im Herzen des Wittlager Landes ein zentrales Projekt der nächsten Jahre sein wird, „das es uneingeschränkt zu unterstützen gilt“, wie es hieß.

Georg Schirmbeck informierte sich über den aktuellen Sachstand in Sachen Hafen, wobei Kreisrat Wilkens aufzeigte, dass Landkreis und Stadt Osnabrück gemeinsam die Hafenlandschaft im Osnabrücker Land mit dem Stadthafen Osnabrück auf der einen und Bohmte-Leckermühle auf der anderen Seite leistungsfähig und zukunftsgerichtet aufstellen.

Dies werde auch dadurch deutlich, dass die Stadtwerke Osnabrück und die Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO) mittlerweile eine gemeinsame Eisenbahn- und Hafengesellschaft gegründet haben.

Daneben wird die Gründung der „Hafen Wittlager Land GmbH“, einer Entwicklungsgesellschaft der drei Wittlager Altkreisgemeinden und des Landkreises, kurzfristig angestrebt.

Die Kommunalparlamente in Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln werden noch im Dezember beraten und nach intensiven Vorberatungen vermutlich bereits zu einer abschließenden Entscheidung über die Gründung der Hafenentwicklungsgesellschaft kommen.

Aus Sicht des Bundes habe die Förderung des Güterverkehrs auf den Bundeswasserstraßen „hohe Priorität“, wie Schirmbeck verdeutlichte. Dem Mittellandkanal als West-Ost-Achse komme dabei eine „ganz wichtige Funktion“ zu. Insoweit sei die Region absolut auf dem richtigen Weg, Güterumschlags- und Logistikpotenziale am Mittellandkanal zu bündeln.

Entsprechende Förderanträge werden zurzeit erarbeitet und sollen dem Vernehmen nach durch die neu zu gründende Hafenentwicklungsgesellschaft bald auf den Weg gebracht werden.

Klaus Goedejohann und Günter Harmeyer unterstrichen ausdrücklich, dass angesichts der Bedeutung des Hafenstandortes für die gesamte Region „Gemeinde- und Stadtgrenzen keine Rolle spielen dürfen“. Es gehe um eine Investition für kommende Generationen und in die Zukunft. Auch im Diskussionsprozess unter Bürgerbeteiligung des Integrierten Ländlichen Entwicklungs-Konzeptes (ILEK) habe das Hafenprojekt eine herausragende Stellung innegehabt und sei durchweg positiv begleitet worden. In diesem Zusammenhang komme auch dem Ausbau der B 51 und der Verlängerung der A 33 Nord zwischen Belm und A1 eine besondere Bedeutung zu, sagte Rainer Ellermann.

Am Hafenstandort Leckermühle mit Mittellandkanal, den Bundesstraßen 51, 218 und 65, der Nähe zu den Autobahnanschlüssen Bramsche und Belm sowie zur Schiene (Bahnhof Bohmte) soll in enger Abstimmung mit bereits dort ansässigen Unternehmen der Schwerpunkt auf den Containerumschlag vom Schiff auf die Straße gelegt werden. Untersuchungen und Potenzialanalysen zeigen hier sehr gute Entwicklungsperspektiven auf.

Es geht um Weichenstellungen für die nächsten Jahrzehnte mit erheblicher Bedeutung für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Gutachter ermittelten vor über zehn Jahren, dass 3700 Arbeitsplätze in der Region direkt oder indirekt allein mit dem Osnabrücker Hafen verbunden sind.


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