Deutscher Forstwirtschaftsrat
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) ist die politische Stimme der Forstwirtschaft in Deutschland.

Neuer Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) ist der Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck aus Osnabrück.
„Die gesellschaftlichen und politischen Anforderungen an den Wald nehmen ständig weiter zu – Rohstofflieferant, Freizeit- und Erholungsraum, Schutz der Natur. Jeder will mitreden und Einfluss nehmen. Daher bedarf es eines starken DFWR, der diese vielfältigen Ansprüche an den Waldforstpolitisch moderiert und koordiniert“ – so der neue Präsident Georg Schirmbeck über die zentrale Aufgabe des DFWR.
Als Eigentümer eines traditionellen land- und forstwirtschaftlichen Betriebes ist Georg Schirmbeck von Jugend an mit land- und forstwirtschaftlichen Fragen vertraut. Seine zupackende pragmatische Art hat sicherlich hier seinen Ursprung.
„Die Bedeutung von Forst- und Holzwirtschaft wird in Deutschland nach wie vor immer noch unterschätzt. Deutschlands Wälder weisen die größten Holzvorräte Europas auf und bilden die Basis für das „Cluster Forst & Holz“, dass mehr als 1 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland sichert“ – so der neue DFWR-Präsident nach seiner Wahl. „Aufgrund der unvergleichlichen Ökobilanz von Holz und Holzprodukten ist die verstärkte Waldnutzung und Holzverwendung von zentraler Bedeutung für Klimaschutz, Beschäftigung und eine nachhaltige Entwicklung – insbesondere im ländlichen Raum.“
Und weiter: „Im Gegensatz zur großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung ist die forstliche Verbandslandschaft und Ihre Klientel zur Zeit nicht optimal aufgestellt, um diese Herausforderung anzunehmen. Für Außenstehende erscheint die Verbandsvielfalt oft wie ein vielstimmiger Chor mit disharmonischem Gesang. Doch der Wald braucht eine starke und klare Stimme, um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Dafür werde ich mich stark machen.“
Aktuell steht politisch die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes, die Schaffung des Umweltgesetzbuches, die Reform der land- und forstwirtschaftlichen Unfallversicherung sowie die Einführung einer EU-Bodenschutzrichtlinie ganz oben auf der forstpolitischen Agenda. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Forstwirtschaft keine weiteren bürokratischen Fesseln verbunden mit wirtschaftlichen Einschränkungen angelegt werden.
Die Multifunktionalität unsere Wälder steht für mich außer Frage. Die betriebswirtschaftlichen Ziele der Forstbetriebe lassen sich sowieso nur unter Beachtung des Prinzips der Nachhaltigkeit und im Einklang mitder Natur erreichen. Der behutsame Umgang mit dem Ökosystem Wald hat für die Forstwirtschaft oberste Priorität. Statt zusätzlicher Gesetzesregelungen vertraue ich hier auf die Forstbetriebe, die sich freiwillig auf mittlerweile mehr als 7 Millionen Hektar im Rahmen Zertifizierung einem Wald-TÜV unterworfen haben“ – so der neue DFWR-Präsident.
Weitere Informationen:
DFWR: Stephan Schütte Tel. 0228 / 61963-0; 0171 / 5134863: www.dfwr.de
Georg Schirmbeck, MdB: www.schirmbeck.info
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Kreise der Bundesrepublik Deutschland. Er spricht im Namen von rund 2 Millionen Waldbesitzern, die eine Fläche von 11 Millionen Hektar Wald, das sind 30 % des Bundesgebietes, im Interesse der Waldwirtschaft ebenso wie im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes pflegen und bewirtschaften.
Mitglieder des DFWR sind die Vertreter des Staats-, Körperschafts- und Privatwaldes, der forstwissenschaftlichen
Fakultäten und forstlichen Fachhochschulen, der berufsständischen Organisationen (Bund Deutscher Forstleute,
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt), des Deutschen Bauernverbandes, des Verbandes der Landwirtschaftskammern, des Deutschen Forstvereins, der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäßer Waldwirtschaft sowie der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
Der DFWR befasst sich mit allen die Forstwirtschaft in Deutschland berührenden forstpolitischen Themen. Ein wesentliches Anliegen ist dabei die Erhaltung und Sicherung einer angemessenen Ertragslage der forstlichen Wirtschaft durch Maßnahmen der Förderung der Forstwirtschaft und des Zukunftsrohstoffs Holz. Darüber hinaus vertritt der DFWR auch die sozial- und gesellschaftspolitischen Aufgaben des Waldes, die dem Natur- und Umweltschutz sowie der Erholung der Bevölkerung dienen.
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat e.V. wurde 1950 als Nachfolgeorganisation des 1919 errichteten und 1934 aufgelösten
"Reichsforstwirtschaftsrates" zur forstpolitischen Vertretung der gesamten Forstwirtschaft und der mit dieser verbundenen Berufskreise im Bundesgebiet gegründet.