Bildunterschrift: Spaß mit der Maurerkelle hatten (v.l.) Josef Schlarmann (Aufsichtsrat Niedersachsenpark), Landrat Manfred Hugo, Wim van Aalst und Glenn Bennett von Adidas sowie Karl-Georg Schirmbeck beim Einmauern der
Donnerstag, 6. Oktober 2011: be Rieste. Ab 2013 wird jedes dritte Adidas-Produkt, das in Westeuropa vertrieben wird, das neue Verteilzentrum in Rieste durchlaufen. Mit diesen Worten verdeutlichte Adidas-Vorstand Glenn Bennett die Bedeutung des neuen Distributionszentrums im Niedersachsenpark, für das am Mittwochder Grundstein gelegt wurde.
Der Sportartikelhersteller investiert über 100 Millionen Euro, geplant ist die feste Einstellung von mehr als 200 neuen Mitarbeitern. Das Distributionszentrum spiele eine zentrale Rolle für das Erreichen des Konzernzieles, den Umsatz bis zum Jahr 2015 auf 17 Milliarden Euro aufzustocken, sagte Bennett. Alle drei Vertriebskanäle – Großhandel, eigener Einzelhandel und E-Commerce – sollen von Rieste aus in ganz Westeuropa bedient werden. Der Weltkonzern verspricht sich davon straffere und besser durchorganisierte Vertriebsabläufe, genau wie der französische Automobilhersteller Peugeot, der sein Zentrallager ebenfalls im Niedersachsenpark errichtet hat.
Sowohl Bennett als auch Wim van Aalst als Projektverantwortlicher bei Adidas hoben hervor, dass für die Standortentscheidung die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden und Kommunen mit entscheidend gewesen sei. Im Landkreis Osnabrück habe Adidas „nicht nur einen geeigneten Standort gefunden, sondern auch konstruktive Partner, die unser Bauvorhaben genau wie wir zum Erfolg führen wollen“, sagte van Aalst. Als ein Beispiel nannte er die Teilbaugenehmigung, die noch nie so zügig wie hier erteilt worden sei. Die Grundsteinlegung sei für ihn deshalb der „Beginn einer vertrauensvollen und langjährigen Partnerschaft“.
Das hörten die Vertreter der Region gern. Georg Schirmbeck als Aufsichtsratsvorsitzender der Niedersachsenpark GmbH versprach, alle Beteiligten würden nicht nur bei den Genehmigungen ihr Möglichstes tun, sondern auch für die Bereitstellung von ausreichend qualifizierten Mitarbeitern in einer Region mit geringer Arbeitslosenquote sorgen.
Das Projekt und dessen Realisierung im Osnabrücker Land hätten „national und international für Aufsehen gesorgt“, sagte Landrat Manfred Hugo. Als Zwölfjähriger habe er am Radio das Wunder von Bern verfolgt. Schon damals trugen die Helden die Schuhe mit den berühmten drei Streifen. Dass eines der erfolgreichsten deutschen Unternehmen nun auch im Landkreis Osnabrück zu Hause sei, erfülle die ganze Region mit Stolz, schloss Hugo. Auch Ingo Steves, Geschäftsführer des Projektentwicklers Gazeley Germany, hob hervor, er habe so schnelle Genehmigungsverfahren wie in Rieste „noch nie“ erlebt.
Die Befüllung einer Urne mit Zeitdokumenten und Produkten des Konzerns schloss sich an. Die Metallhülse wurde anschließend auf der Baustelle einbetoniert, die den geladenen Gästen gleich einen Eindruck von der Größe des Vorhabens vermittelte: Die Anlage wird eine Fläche von 55000 Quadratmetern einnehmen, Teile werden eine Höhe von 38 Metern erreichen.